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Verstoß gegen das EU-Chemikalienrecht bei vielen online verkauften Produkten

veröffentlicht am: 21. Dezember 2021
Verstoß gegen das EU-Chemikalienrecht bei vielen online verkauften Produkten

Im Rahmen der jüngsten Initiative des Durchsetzungsforums der ECHA stellten die Durchsetzungsbehörden fest, dass die Mehrheit der bewerteten, online angebotenen Artikel mindestens eine Anforderung des einschlägigen EU-Chemikalienrechts nicht erfüllte. Im Anschluss an die Inspektionen wurden mehr als 5000 Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen.

Die Inspektionen im Zusammenhang mit REACH konzentrierten sich auf verbotene Stoffe, wobei 78 Prozent der Produkte als nicht konform befunden wurden. Zu den von den Behörden bewerteten gewerblichen und privaten Produkten und Erzeugnissen gehörten:

  • Textilien
  • Leder
  • Kinderpflegeartikel
  • Spielzeug
  • Schmuck

Etwa 2600 Produkte wurden auf verbotene Chemikalien untersucht. Mehr als 1800 davon waren krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend (CMR), wie z. B. Blei in Schweißloten und Borsäure. Eingeschränkte CMR-haltige Produkte sollten nur für Fachleute erhältlich sein. Kunden konnten jedoch 99 Prozent der überprüften Produkte, die CMR enthielten, online kaufen.

Die Nichteinhaltung der CLP-Verordnung war auf fehlende Informationen in der Online-Werbung über die Gefahren des chemischen Produkts zurückzuführen. Diese Informationen fehlten bei 75 Prozent der Inspektionen, und selbst wenn sie vorhanden waren, waren sie oft nicht deutlich sichtbar.
Bei den Bioziden wurde bei 77 Prozent der kontrollierten Biozidprodukte ein Verstoß gegen mindestens eine BPR-Vorschrift festgestellt. Die Verstöße wurden meist bei Produkten festgestellt, die der breiten Öffentlichkeit angeboten wurden.

Im Anschluss an die Inspektionen ergriffen die nationalen Durchsetzungsbehörden über 5000 Durchsetzungsmaßnahmen. In den meisten Fällen wurden die Unternehmen schriftlich aufgefordert, das Produktangebot von ihrer Website zu nehmen oder ihr Marketing an die Vorschriften anzupassen.

Mehr zu den Verstößen erfahren Sie im ausführlichen Artikel: https://echa.europa.eu/de/-/majority-of-inspected-products-sold-online-breach-eu-chemicals-laws

 

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